Fotografien & Gedanken zu Grabgestaltungen für verstorbene Kinder

Herzensgärten

Ausstellung

Die Ausstellung zeigt großformatige Fotografien von Gräbern für Kinder, die im Kindes-, Jugendlichen- oder Erwachsenenalter verstorben sind.

Die Bilder geben mit ihrer Vielfalt von unterschiedlichen Gestaltungsformen und –materialien einen beeindruckenden Einblick in die Individualität der Trauer nach dem Verlust eines Kindes.

Die verwendeten Symbole, Sprüche und Gestaltungselemente bringen in berührender Weise die Einzigartigkeit der verstorbenen Kinder und die tiefe Verbundenheit der Eltern und Familien mit ihnen zum Ausdruck.

Texte zu den Fotografien beschreiben die Gedanken und Hintergründe zur gewählten Gestaltung. Durch die Kombination von Bild und Text wird die Intensität, mit der die Eltern und Familien das Grab ihres Kindes als Ort der Erinnerung und als Symbol ihrer Liebe gestalten, besonders deutlich. Die Ausstellung möchte dies zeigen und darüber hinaus auch etwas zur Wertschätzung solcher Erinnerungs- und Trauerkultur auf unseren Friedhöfen beitragen.

an zwei Orten mit unterschiedlichen Bildern:

welt:raum, Sankt Johanner Markt 23, geöffnet Di-Fr 11-17 Uhr

Johannesfoyer Saarbrücken, Ursulinenstr. 67, geöffnet Mo-Fr 8-20 Uhr

Führungen

öffentlich:

  • Mi, 27.9., 16 Uhr, Johannesfoyer
  • Fr, 6.10., 11 Uhr, welt:raum

für Schulklassen:

an folgenden Tagen nach Vereinbarung (martina.fries(at)weltraum-saarbruecken.de, 0681 9821215):

20.9. / 21.9. / 22.9. / 25.9. / 26.9. / 27.9. / 28.9. / 29.9. / 18.10.

ggf. weitere Termine mögich

Bis zuletzt in Würde leben: was kann Palliativmedizin?

Vortrag mit Austausch

Menschen mit fortgeschrittenen lebensbegrenzenden Erkrankungen und ihre Angehörigen sehen mit Bangen der kommenden Lebensphase entgegen. Nicht nur der bevorstehende Abschied belastet, sondern sehr oft die Angst vor Hilfsbedürftigkeit, Einsamkeit, Verzweiflung, und ganz konkret vor quälenden Symptomen wie Schmerzen, Luftnot, Übelkeit usw. Wie die multiprofessionelle palliative Medizin Patient_innen und ihre Angehörigen in dieser Phase umfassend behandeln und begleiten kann, subjektive Lebensqualität fördert und damit bis zuletzt Leben in Würde und ein Gehen in Frieden ermöglichen kann, darüber berichten wir – Ihre Fragen sind willkommen!

Dr. Annette Bilsdorfer, Palliativmedizinerin &

Gerhard Steinkamp, evangelischer Diakon & Krankenhausseelsorger

10.10.

19.30 Uhr

welt:raum

Leben mit Tod und Trauer

Vortrag mit Austausch

Wie Menschen heute mit Trauer umgehen und was helfen kann, mit dem Verlust eines Menschen zu leben

Menschen gehen heute viel individueller und selbstbestimter mit ihrer Trauer um als zu früheren Zeiten. Dennoch ist es oft nicht leicht, als Betroffene_r den richtigen Weg für sich zu finden. Erschwert wird dies oft noch durch Sichtweisen von Trauer, die längst überholt sind. Auch so manche Ratschläge sind wenig hilfreich.

Der Vortrag befasst sich mit entsprechenden Erkenntnissen aus Trauerforschung und Trauerbegleitung und beleuchtet beispielhaft positive Erfahrungen im Umgang mit der eigene Trauer.

Hildegard Willmann, Dipl.-Psych.

12.10.

19 Uhr

Johannesfoyer Saarbrücken

Film mit Austausch

Nokan

Nokan – Die Kunst des Ausklangs

ist ein japanischer Film von Yōjirō Takita aus dem Jahr 2008.

Der Film wurde bei der Oscarverleihung 2009 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

"Wir beraten und helfen bei der Reise" – auf dieses zweideutige Inserat bewirbt sich der arbeitslose Cellist Daigo. Sein künftiger Chef Sasaki ist aber kein Tourismusveranstalter, sondern ein Bestatter, dem er bei der rituellen Aufbahrung von Leichen assistieren soll. Die Arbeit ist gruselig und Daigo wähnt sich im falschen Film. Doch der verschuldete Musiker, der nach Auflösung seines Orchesters in Tokio wieder im Haus seiner verstorbenen Mutter wohnt, lässt sich vom üppigen Gehalt locken. Weil der Beruf des Bestatters aber als unrein gilt, redet er gegenüber seiner Frau Mika nur ausweichend über die neue Arbeit. Und so beginnt für Daigo ein seltsames Doppelleben. Tagsüber weiht Sasaki den gelehrigen Schüler in die Kunst des tröstenden Nokan-Zeremoniells ein, das er bald so virtuos beherrscht wie der Meister. Nachts erfährt Daigos Eheleben dank der ungewöhnlichen Nähe zum Tod ganz neue Impulse. Mika ist zunächst entsetzt über den anrüchigen Beruf ihres Mannes, doch ihre Schwangerschaft führt allmählich zum Umdenken. Durch seinen neuen Job kann Daigo schließlich sein verdrängtes Familientrauma bearbeiten: Er sieht seinen Vater wieder, der die Familie vor 30 Jahren im Stich ließ, und ermöglicht ihm eine würdevolle letzte Reise.

18.10.

18.30 Uhr

welt:raum

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