Sonntagsmatinee im filmhaus

welt:raum goes filmhaus

Ab September laden filmhaus, welt:raum und KEB Saarbrücken einmal im Quartal zu einer Sonntagsmatinee ins filmhaus ein.

Nach einem besonderen Film besteht bei Kaffee und Häppchen die Möglichkeit zum Austausch.

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit

2.12.2018

11 Uhr 

anschl. Kaffee, Häppchen & Gespräch

im Filmhaus Saarbrücken, Mainzerstr. 8, 66111 Saarbrücken

"Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit"

Informationen zum Film

Der Film nimmt uns auf eine wunderbare Reise, die uns in die unendliche Weiten der Menschlichkeit und Menschenliebe führt.

Auf den ersten Blick versieht Mr. May den unscheinbarsten Job der Welt. Er kümmert sich als eine Art "Kundenbetreuer" der Londoner Stadtverwaltung um Verstorbene, die keine Verwandten haben und deren Bestattung deshalb von der Stadt übernommen wird. Diesen Job beim Sozialamt hat Mr. May zu seiner wahren Lebensaufgabe weiterentwickelt. Er macht Angehörige von einsam Verstorbenen ausfindig, verfolgt beharrlich jede noch so unscheinbare Spur, weil er der Identität der Toten näher kommen und ihre Lebensgeschichte als bedeutsam achten will. Die Asche Verstorbener bewahrt er so lange wie möglich auf, immer in der Hoffnung, dass sich doch noch ein Angehöriger bei ihm meldet. Er verfasst Trauerreden und ist oft der einzige Teilnehmer, der von ihm mit viel Sorgfalt durchgeführten Beerdigungen. Von vielen Toten sammelt er Fotos in einem dafür angelegten Fotoalbum. All das, um Erinnerungen der sonst Vergessenen zu bewahren.

Die deutsche Film- und Medienbewertung nennt "Mr. May" ein Filmjuwel, das wunderbar zart über die Traurigkeit des Todes und die Schönheit des Lebens sinniert.

welt:raum in Kooperation mit dem Filmhaus Saarbrücken und der KEB Saarbrücken

Jeden letzten Mittwoch im Monat

18:30 Uhr

Eintritt frei

mit Nachgespräch und Materialien zum Einsatz des jeweiligen Films in Schule, Gruppen- und Bildungsarbeit.

in Kooperation mit Mentorat, Greenpeace, KEB, Medienladen Saar, Stadtgalerie Saarbrücken, Weltveränderer e.v., Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.v.,  vesomeko, Attac Saar, Sklavenlos! und Transition Town

Willi Graf - Zivilcourage und Widerstand

28.11.

Willi Graf war Mitglied der Bewegung „Weiße Rose“ und wurde am 12. Oktober 1943 in München hingerichtet. Durch seine (zur Zeit der Dreharbeiten) 88-jährige Schwester Anneliese Knoop-Graf wurde sein Andenken weitergetragen, sie hat jungen Menschen etwas von dem vermittelt, was Widerstand damals war und was er heute sein kann.

Mit Fotos, Tagebuchaufzeichnungen, historischem Filmmaterial und einer Spurensuche in Saarbrücken und München und insbesondere einem langen, dem letzten, Interview mit der im Herbst 2009 verstorbenen Anneliese Knoop-Graf ist dieser Film die erste dokumentarische Annäherung an Willi Graf. Der Film bewegt sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart und geht so auch der Frage nach, was die Biographie von Willi Graf jungen Menschen noch heute sagen kann. Zivilcourage ist notwendiger denn je.

mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur des Films Boris Penth.