Sonntagsmatinee im filmhaus

welt:raum goes filmhaus

Ab September laden filmhaus, welt:raum und KEB Saarbrücken einmal im Quartal zu einer Sonntagsmatinee ins filmhaus ein.

Nach einem besonderen Film besteht bei Kaffee und Häppchen die Möglichkeit zum Austausch.

Ein Mann seines Wortes

16.9.2018

11 Uhr Film

anschl. Kaffee, Häppchen & Gespräch

Jeden letzten Mittwoch im Monat

18:30 Uhr

Eintritt frei

mit Nachgespräch und Materialien zum Einsatz des jeweiligen Films in Schule, Gruppen- und Bildungsarbeit.

in Kooperation mit Mentorat, Greenpeace, KEB, Medienladen Saar, Stadtgalerie Saarbrücken, Weltveränderer e.v., Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.v.,  vesomeko, Attac Saar, Sklavenlos! und Transition Town

Speed

19.9.

Wir sparen ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Warum eigentlich? Im Takt der elektronischen Kommunikationsmittel hetzen wir von einem Termin zum anderen. Doch für die wirklich wichtigen Dinge, wie Freunde und Familie scheint die Zeit nicht mehr zu reichen. Wer oder was treibt diese Beschleunigung eigentlich an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles nur am mangelhaften Zeitmanagement des Einzelnen?

In seinem Kinodokumentarfilm SPEED – AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT begibt sich der Filmemacher und Autor Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Wo ist nur die Zeit geblieben, die wir mühsam mit all den neuen Technologien und Effizienzmodellen eingespart haben? Opitz begegnet Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben und solche, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Er befragt Zeitmanagement-Expert*innen, Therapeut*innen und Wissenschaftler*innen nach Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot. Er trifft Unternehmensberater*inne und Akteure, die im internationalen Finanzmarkt aktiv sind, die an der Zeitschraube drehen. Und er lernt Menschen kennen, die aus ihrem ganz privaten Hamsterrad ausgestiegen sind und solche, die nach gesellschaftlichen Alternativen suchen. Auf seiner Suche entdeckt er: ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen.

Infos zum Film

Die Farbe des Ozeans

17.10.

Ein ganz normaler Urlaubstag auf Gran Canaria. Die junge Touristin Nathalie kommt gerade vom Schwimmen, als sie am Strand ein Flüchtlingsboot mit Afrikanern entdeckt. Darunter viele Kinder, einige tot, einige verletzt. Nathalie will helfen, vor allem einem Mann mit seinem Sohn, der unbedingt verhindern will, von den spanischen Behörden wieder abgeschoben zu werden. Doch welche Art von Hilfe ist die richtige? Hochaktuell erzählt der Film von Maggie Peren von der Situation afrikanischer Flüchtlinge, die täglich an den Küsten der Kanaren landen, auf der Suche nach Schutz vor Verfolgung und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Perspektiven, die die Geschichte aufnimmt, sind vielfältig und konsequent sowie klar erzählt. Die Behörden sind überfordert, die Flüchtlinge kämpfen um ihr Leben. Dabei wertet Peren nicht, sondern stellt die Positionen nebeneinander. Dies geschieht ohne große Emotionen und macht doch stark betroffen. Über allem steht die Absurdität des Nebeneinanders von Urlaubsparadies und harter Realität. Ein Film, der die unbequeme und doch so wichtige Frage in den Raum wirft: Was würde man selber tun?

Infos zum Film

Willi Graf - Zivilcourage und Widerstand

28.11.

Willi Graf war Mitglied der Bewegung „Weiße Rose“ und wurde am 12. Oktober 1943 in München hingerichtet. Durch seine (zur Zeit der Dreharbeiten) 88-jährige Schwester Anneliese Knoop-Graf wurde sein Andenken weitergetragen, sie hat jungen Menschen etwas von dem vermittelt, was Widerstand damals war und was er heute sein kann.

Mit Fotos, Tagebuchaufzeichnungen, historischem Filmmaterial und einer Spurensuche in Saarbrücken und München und insbesondere einem langen, dem letzten, Interview mit der im Herbst 2009 verstorbenen Anneliese Knoop-Graf ist dieser Film die erste dokumentarische Annäherung an Willi Graf. Der Film bewegt sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart und geht so auch der Frage nach, was die Biographie von Willi Graf jungen Menschen noch heute sagen kann. Zivilcourage ist notwendiger denn je.

mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur des Films Boris Penth.